Zistrose (Cistus laurifolius)

Zistrosen sind immergrüne Sträucher, die über den gesamten mediterranen Raum verteilt sind. Ihre Blütenpracht ist sehr beliebt und viele Arten halten auch strenge Fröste aus. Für die Freilandkultur sind bisher nur wenige versucht worden, dies oft mit gutem Erfolg. Es gibt bei Zistrosen gravierende Unterschiede in der Winterhärte, manche Arten halten nur geringe Fröste aus, während andere Arten deutlich frostresistenter sind. Generell halten die meisten Arten aus dem nördlichen und östlichen Mittelmeerraum auch strengere Fröste aus.

Dadurch, daß Zistrosen hervorragend an Trockenheit angepasst sind, tolerieren sie langfristige Frostperioden in der Regel relativ problemlos. Manche Arten frieren teilweise zurück, regenerieren sich aber gut, sofern die Pflanze nicht bis in Holz geschädigt wurde. Ein vollsonniger Standort, am besten in Kombination mit anderen immergrünen Sträuchern, ist ideal, um den Windfaktor während der kältesten Monate zu reduzieren. Die Ansprüche an den Boden sind nicht sehr hoch, leicht saure als auch leicht alkalische Böden werden gut vertragen. Arbeiten Sie reichlich Sand ein und sorgen Sie für eine gute Drainage.

Da Zistrosen eine relativ kurze Lebensdauer mit 10 bis 15 Jahren nachgesagt wird, erklären sich auch manche "Fehlversuche", die lediglich daran scheiterten, daß alte Pflanzen ihre biologische Grenze erreicht haben. Um die Lebensdauer zu verlängern, können Sie die meisten Zistrosen im Sommer nach der Blüte leicht beschneiden. Zudem sind Hybriden, auch jene mit C. laurifolius deutlich langlebiger, 20 Jahre und mehr sind zu erwarten. Der Grund hierfür ist nicht bekannt. Bei guter Pflege und entsprechender Wahl der Art können Sie also mit einem Exoten rechnen, der mehrere Jahrzehnte Ihren Garten dekoriert.

Winterschäden an Zistrosen sind oft keine Frostschäden, da man häufig auch nach milden Wintern Blatt- oder Zweigschäden beobachten kann. Warum das so ist, bleibt spekulativ, vielleicht spielen die Gefrier- und Auftauzyklen eine Rolle, vielleicht gewisse Temperaturspannen, in denen sich pathogene besonders gut entwickeln. Jedenfalls erholen sich Zistrosen so gut wie immer von diesen "Mildwinter-Schäden" innerhalb der kommenden Saison.


Standort, Ansprüche: Volle Sonne. Im Freien braucht man die Zistrose normalerweise nicht zu wässern, im Mittelmeeraum typische Pflanze der trockenen Macchien. Im Topf dagegen nicht austrocknen lassen, daher regelmäßig gießen, aber mäßig: nie bevor die oberste Erdschicht abgetrocknet ist (Daumenprobe), ausgelaufenes Wasser im Übertopf/Untersetzer sofort wegschütten, sehr empfindlich gegen Staunässe. Topfpflanzen vom Frühling bis Ende Juli nur gelegentlich düngen, die Pflanzen bevorzugen nährstoffarmes Substrat. Als Gartenpflanzen nicht düngen. Umtopfen nur wenn die Pflanzen zu mickern beginnen, weil der Topf zu stark durchwurzelt ist. Dann im Frühling, normale Blumenerde verwenden. Beste Pflanzeit für Gartenpflanzen ist wegen der mäßigen Winterhärte ausnahmsweise der Frühling.