Echium (Echium vulgare)

Der Natternkopf (Echium vulgare) ist eine zweijährige Sommerblume, die vor allem als häufige Wildblume am Wegesrand wächst. Kanarische Natternköpfe sind verholzende Sträucher mit zahlreichen Blütenständen oder semiperenne Stauden mit riesigen Blattrosetten, aus denen ein imposanter, bis zu 2,5 m hoher, zylindrischer Blütenstand entspringt (Echium auberianum, Echium pininana, Echium simplex und Echium wildprettii). Im Vergleich zu den eher niedrig bleibenden, einjährig bis biennen mitteleuropäischen Arten zeigen die kanarischen Vertreter ein recht unterschiedliches Wuchsverhalten und sind ausgezeichnete, reich blühende Kübelpflanzen. Sie gedeihen in jedem gut wasserdurchlässigen, eher mineralischen Substrat (z.B. feinkörniger Lava mit etwas Humusbeigabe) an einem ganzjährig sonnigen Standort.


Die Aussaat erfolgt recht flach ca. 0,5cm tief in etwa 10cm ø Plastiktöpfe. Die Samen benötigen kein direktes Sonnenlicht, um erfolgreich keimen zu können, jedoch ist es empfehlenswert, diese nicht zu tief zu setzen. Die Samen können für gewöhnlich nicht von den trockenen Kapseln getrennt werden, ohne diese zu zerstören, daher sollte die komplette Kapsel ausgesät werden. Jede Kapsel enthält bis zu vier kleine, nussförmige Samen. Alle Echium Arten benötigen einen deutlichen Unterschied zwischen der Tages- und Nachttemperatur. Die Töpfe an einen kühlen Ort mit direkten Sonnenlicht stellen, so dass sich die Erde während des Tages auf 20°C bis 25°C erwärmt. Während des Nacht sollte die Temperatur auf etwa 5°C bis 10°C absinken. Die Keimung kann u. U. bei den meisten Arten vollständig unterbleiben, wenn die Aussaattöpfe permanent warm gestellt werden (z. B. in einem geheizten Vermehrungskasten oder Zimmergewächshaus). Die Pflanzen im Winter kühl (bei mindestens 10°C) und sehr sonnig halten. An einem kühlen Standort die Wassergaben auf ein Minimum reduzieren. Die meisten Arten habe ihre Hauptwachstumszeit im Herbst bis Frühjahr. Die i. d. R. raschwüchsigen Echium erreichen ihre Blühfähigkeit bereits im dritten oder vierten Jahr.


Hinweis: Die meisten Natternkopfarten bilden harte Samenkapseln, die bis zu vier einzelne Korn enthalten. Diese zersetzen sich erst am Erdboden und geben dann die Samen frei. Von diesen Arten werden jeweils 20 Kapseln (mit bis zu 80 Samen pro Packung) geliefert. Die Kapsel sollte ganz ausgesät und die Sämlinge nach deren Auflaufen möglichst früh pikiert und vereinzelt werden.

 

Standort, Ansprüche:

 

Licht: Volle Sonne. Wasser, Gießen: Anspruchslos, aber empfindlich gegen Staunässe, daher auf guten Wasserabzug achten, verträgt eher Trockenheit als Nässe. Immer erst dann gießen, wenn die oberste Erdschicht wieder trocken ist (Daumenprobe). Düngen.

 

 

PH-Wert: Der Boden sollte nur mäßig nährstoffreich und kann sauer, neutral oder kalkhaltig (alkalisch) sein. Nicht düngen. In nährstoffreichem Boden bildet die Pflanze nur mehr Blätter und Triebe und blüht spärlicher.

 

 

Schneiden:

Nach der Blüte bzw. sobald reife Früchte/Samen herausgefallen sind, die für die Selbstaussaat sorgen, kann man die ganzen Pflanzen entfernen. Sie blüht nur ein Mal und geht danach ein.

 

 

Vermehren:

Wie zum Beispiel auch beim Vergissmeinnicht keimen die Samen in der Natur noch im selbem Jahr. Die Sämlinge bilden grundständige Rosetten aus länglichen Blättern, die überwintern und im zweiten Jahr blühen ("zweijährig"). Daher muss man den Natternkopf auch im Garten sofort nach der Samenreife im Hochsommer, Spätsommer oder Frühherbst (meist Juli, August und September) aussäen und die erscheinenden Sämlinge anschließend so bald wie möglich an den gewünschten Platz verpflanzen. Notfalls kann man sie auch noch im zeitigen Frühjahr umpflanzen, dann aber so früh wie möglich bei Austriebsbeginn. Bis zum Anwachsen feucht halten.

 

 

Wichtig:

Leicht giftig: Die Blätter wirken bei empfindlicher Haut hautreizend und können Dermatitis verursachen, der Verzehr kann Magenbeschwerden hervorrufen.