Agave americana ( Agavaceae )

Diese Agavenart wächst in fast allen warmen Gebieten unserer Erde meist verwildert und kann bis 3 m Durchmeser erreichen. Bei uns wird sie oft als Kübelpflanze kultiviert, die mit jedem Jahr größer und schöner wird. Allerdings blüht sie meist nur in botanischen Gärten. Nach der Blüte stirbt die Hauptrosette ab. Die gewöhnliche Art ist grün. Ab und zu werden im Handel auch die gestreiften Sorten ´Mediopicta´, ´Aureovariegata´ und ´Argenteovariegata´ angeboten. Bedingt durch die enorme Größe ist eine Pflege im Zimmer nur bei jungen Pflanzen sinnvoll. Mit Blühhöhen von 8–10 Metern ist die Amerikanische Agave eine der grössten unter den etwa 200 Agaven-Arten. Sie stammt aus Mexiko und den Südstaaten der USA und kam bereits im 16. Jh. nach Europa. Heute ist sie in vielen Trockenregionen eingebürgert, so auch im Mittelmeerraum. Weil man annahm, dass die Pflanze erst nach 100 Jahren blüht, heisst sie englisch «Century Plant». So lange brauchen Wildpflanzen allerdings nicht für ihre Entwicklung, sondern etwa 10–12 Jahre.

 

Ursprünglich stammt die Agave aus Mexiko. Heute findet man sie auch im Süden der USA sowie in fast allen mediterranen Regionen der Welt.

Wohl keine andere Pflanze wird von den Indianern Mexikos vielfältiger verwendet als die Agave.

Aus den Blattfasern der Agave werden Hängematten, Seile, Netze und eine Art Papier hergestellt. Der Saft des Blütenschafts wird zu einem bitteren, milchigen, acht bis zehnprozentigen alkoholischen Getränk vergoren, das geschmacklich an Weizenbier erinnert. Es ist reich an Vitaminen und Mineralien und wurde bereits im vorkolumbianischen Amerika medizinisch gegen Rückenschmerzen, Augenleiden und allgemeine Schwäche eingesetzt. Die Azteken nennen dieses Getränk meoktli.

Auch die beiden alkoholischen Getränke Tequila und Mescal werden aus einer Agavenart gewonnen (Agave tequilana).

 

Licht: volle Sonne. Im Sommer stellt man die Pflanze auf eine geschützte Terrasse im Freien. Im Winter muß sie unbedingt hell und kühl stehen. Sie braucht dann möglichst viel Licht und nur wenig Wasser.

Temperatur: im Winter mindestens 2 °C, im Sommer jede Temperatur

Feuchtigkeit: Im Winter kaum, im Sommer reichlich gießen, wenn die Erde trocken ist

Vermehrung: Durch Abtrennen der Jungpflanzen, die sich am Fuß der Mutterpflanze in reichem Maße bilden. Oder durch Aussaat.

Erde: Einheitserde mit 50% Gartenerde und Sand mischen

Dünger: Gedüngt wird wenig oder nur äußerst sparsam, um den enormen Wuchs in Grenzen zu halten.